Das Netzwerk der globalen Konzernkontrolle

PDF, LINK: [aus: Welt.de, Link siehe unten]
Eine Studie der ETH Zürich belegt die enge Vernetzung global agierender Großkonzerne. Von 43.060 Konzernen dominieren 1318 Firmen vier Fünftel der am Umsatz gemessenen Weltwirtschaft: mit ihrem eigenem Umsatz und über von ihnen gehaltene Aktienpakete an durchschnittlich 20 anderen Großkonzernen. Die Elite der Elite besteht aus 147 Firmen, die nicht nur über ihr eigenes Schicksal entscheiden, sondern über rund 40 Prozent der Weltwirtschaft.

Die Top 50 werden vom britischen Finanzkonzern Barclays angeführt. Auch sonst finden sich hier viele Finanzfirmen: der französische Axa-Konzern, die Schweizer Großbank UBS, die Wall Street-Giganten Merrill Lynch und Goldman Sachs oder die Deutsche Bank (Platz 12) und der Allianz-Konzern (Platz 28), aber auch öffentlich weithin Unbekannte wie die US-Beteiligungsgesellschaft Capital Group (Platz 2).

Die Konzerne sind nicht nur durch Beteiligungen verbunden, sondern oft auch durch Kredite, Kreditausfallversicherungen (CDS) und andere, oft hoch spekulative Finanzinstrumente. Enge Verbindungen und Absprachen und Kartelle behindern nicht nur Konkurrenz und Innovation. Die engen Maschen des Konzern-Netzwerkes steigern auch weltweit das Ansteckungsrisiko im wirtschaftlichen Krisenfall, weil Firmen “in schlechten Zeiten gleichzeitig Probleme bekommen”, so die ETH-Forscher.

Quelle (hier auch der ganze Text): http://www.welt.de/wirtschaft/article13680359/Diese-Firmen-bestimmen-Schicksal-der-Weltwirtschaft.html




Die komplette Studie der ETH Zürich

->PDF downloaden: ETH Zürich: Global Corporate Control




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